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Wintervorrat kontrollieren, ohne den Stock zu öffnen

Von September bis März entscheidet eine einzige Frage über das Volk: Reicht das Futter? Der Deckel darf dabei zubleiben.

Warum Nachsehen keine Option ist

Ein Volk im Winter zu öffnen kostet Wärme, die es mühsam wieder aufbauen muss. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist es schlicht keine Möglichkeit. Übrig bleiben zwei Wege: anheben und schätzen, oder wiegen.

Anheben sagt etwas, aber wenig. Ein Kilo Unterschied spürt keine Hand zuverlässig, und zwischen zwei Kontrollen liegen Wochen. Genau in diesen Wochen entscheidet sich, ob ein Volk durchkommt.

Was die Waage im Herbst zeigt

Nach dem Füttern steigt das Gewicht sprunghaft. Danach fällt es wieder, und das verunsichert viele. Der Verlauf einer unserer Waagen über sieben Tage:

Das halbe Kilo ist kein Verlust. Das Volk dickt den Sirup ein, Wasser verdunstet. Wer das nicht weiß, füttert nach, obwohl alles in Ordnung ist.

Schaubild: WLAN-Waagen senden ihre Messwerte an eine LTE-Waage, die alle Daten in die XDiBee Cloud überträgt.
An einem Stand ohne WLAN geben die Waagen ihre Werte an eine Waage mit Mobilfunk weiter.

Woran man Zehren erkennt

Im Winter kehrt sich die Kurve um: Sie fällt gleichmäßig, Tag für Tag. Bei derselben Waage waren es ein knappes Kilo in drei Tagen. Diese Zahl ist die eigentliche Vorratsanzeige, denn aus ihr lässt sich hochrechnen, wie lange es reicht.

Interessant sind vor allem die Abweichungen:

Wie oft gemessen werden muss

Einmal pro Woche auf die Zahl zu schauen reicht nicht, um einen Einbruch zu erkennen. Unsere Waagen messen stündlich und senden die Werte in die Cloud. In der App steht dann nicht nur das heutige Gewicht, sondern der Verlauf, und der ist die eigentliche Auskunft.

Was am Ende zählt

Das Gewicht ist im Winter die einzige Auskunft, die ein Volk freiwillig herausgibt, ohne dass man es stört. Wer sie täglich hat, weiß im Februar, welches Volk Futter braucht, und muss nicht raten.